Russlands Sitten und Bräuche

Russland ist ein Land mit alten und bunten Traditionen. Die russische Kultur ist eine bunte Mischung von kirchlichen, völkischen und heidnischen Gebräuchen.

Orthodox ist die meist verbreitete Religion in Russland. Deswegen sind mehrere Traditionen mit kirchlichen Feiertagen verbunden. Es gibt aber auch Gebräuche, die aus den heidnischen Zeiten stammen. Als Russland noch nicht „Russland“ im heutigen Sinne des Wortes war, sondern ein Verband von verschiedenen ostslawischen Völkern, die keine gemeinsame Regierungsordnung hatten und unterschiedliche heidnische Kulten praktizierten – die Rus (auf russisch „Русь“). Christliche Religion hat das Land und Menschen verbunden. Dieses historische Ereignis – Taufe der Rus oder Christianisierung der Rus („Крещение Руси“ auf russisch, „Хрещення Русі“ auf ukrainisch, „Хрышчэнне Русі“ auf weißrussisch) – ist ein wichtiges Datum für das russische, ukrainische und weißrussische Volk. Es ist nicht nur ein historisches, sondern auch kulturelles Ereignis. Seit dieser Zeit wird die gesamte Kultur der Rus als christliche Kultur bezeichnet.

Warum braucht man solches Wissen auf einer Kennenlernen-Plattform?

Wissen von Sitten und Gebräuchen kann helfen die russische Seele zu verstehen. Dadurch kann man einige Mentalitäts-Merkmale verstehen und auch Charakter, Weltansichten der Damen. Außerdem, wenn Du beim Kennenlernen mit einer russischen Dame erwähnst, dass Du Dich für russische Kultur interessierst, und sogar etwas von russischen Gebräuchen kennst, wird die Dame angenehm überrascht. Da es ist immer angenehm, wenn ein Mann aus dem anderen Land sich nicht nur für Schönheit der Damen interessiert, sondern versucht mehr über Mentalität und Kultur der Dame herauszufinden. Das ist auch ein unverbindliches Thema für Einsteigen ins Gespräch. Nicht jeder Mensch findet es leicht sofort über Privat Leben zu reden oder sich für eine unbekannte Person zu öffnen.

Russische Traditionen, Feste und Bräuche

„Maslenitsa“

Zum Winterende wird in in den osteuropäischen Ländern wie Russland, der Ukraine und Weißrussland „Maslenitsa“ („Масленица“) gefeiert. Das Datum des Festes ändert sich von Jahr zu Jahr, da es von dem kirchlichen Kalender abhängt. Oft liegt dieser zwischen Ende Februar und Anfang März.

Dieses Fest ist das Symbol für die Jahreszeitwende. Der Winter wird durch lautes Feiern und verbrennen von einer großen Vogelscheuche („Tschutschelo Maslenitsi“, „чучело Масленицы“ — auf russisch), die den Winter darstellt, „vertrieben“ und der Frühling wird „willkommen heißen“. In den früheren Zeiten wurden noch Gegenstände in das Feuer der Vogelscheuche geworfen. Die Wurzeln dieses Feuers liegen in der heidnischen Vergangenheit der Rus.

„Maslenitsa“ ist ein Familien- und Straßenfest. Für das Straßenfest sind verschiedene Volksspiele und Wettbewerbe typisch. Beispielsweise das Klettern auf einem hohen Holzstamm (ähnlich wie ein Mai-Baum). Zu den üblichen Speisen in der „Maslenitsa“ gehören die Pfannkuchen („Blini“, „блины“ — auf Russisch). In dieser Zeit wird reichlich und gut gegessen, da nach der „Maslenitsa“-Woche das große orthodoxe Fasten („Velikiy Post“, „Великий Пост“ — auf russisch) folgt.

Einen Eindruck von dem russischen Fest „Maslenitsa“ bekommt man am besten durch dieses Video.

„Ivan Kupala“

Ivan Kupala

Die Nacht vom 6. zu. 7. Juli wird in Russland, in der Ukraine und in Weißrussland als „Ivan Kupala“ Nacht („Иван Купала“ — auf russisch) bezeichnet. Das ist ein inoffizielle Volksfeier, ein aus früheren Tagen bekanntes Sommerfest, dessen Wurzeln in den alten heidnischen Kulten von uralten Slawen liegen. Der uralte Gott „Kupala“ begünstigte sommerliche „Fruchtbarkeit“ und „Ergiebigkeit“. Nach der Taufe der Rus hat „Kupala“ den christlichen Namen „Ivan“ bekommen.

Die Nacht von „Ivan Kupala“ feiert den Triumph des Sommers. Das ist eine bunte, nächtliche Feier, bei der Rituale mit Wasser, Kräuter und Feuer „vorgeschrieben“ sind. Beispielsweise das Springen über eine offene Feuerstelle, das Flechten von besonderen „Kupala Kränzen“ für die Köpfe der Frauen sowie das nächtliche Schwimmen in Flüssen und Seen.
Man hat geglaubt, dass Heilkräuter in der „Kupala Nacht“ ihre Kräfte besonders stark entzünden. Deswegen sammelt man in dieser Nacht auch Kräuter. Die Feuer- und Wasser-Rituale in der „Kupala Nacht“ symbolisierten die Reinigung. Das offene Feuer, das die ganze Nacht brennt, symbolisiert auch den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit.

Heutzutage wird „Ivan Kupala“ nur noch selten gefeiert. Von der orthodoxen Kirche ist es nie anerkannt worden. Für das russische Volk ist die Feier ein Teil ihrer Geschichte – Eine bunte und mysteriöse Feier ihrer Vorfahren.

Orthodoxe Weihnachten

In der orthodoxen Tradition wird Weihnachten am 7. Januar gefeiert. In der Nacht vom 6. zum 7. Januar werden die Gottesdienste geführt. Man glaubt, dass in der Nacht vor Weihnachten zwei Kräfte - das Gute und das Böse - über die Welt herrschen. Deswegen kann in dieser Nacht die Zukunft gesehen werden. Das ist die einzige Nacht im Jahr an der das Wahrsagen nicht verboten ist. Aus diesem Grund versammeln sich viele junge Frauen zu Hause um über ihren zukünftigen Ehemann ein wenig zu erfahren :-)

Weihnachten in Osteuropa unterscheidet sich sehr von dem katholischen Weihnachten. In Osteuropa wird Weihnachten nicht als das größte oder wichtigste Fest des Jahres gefeiert. Es ist ein religiöses Fest aber kein Volksfest. Demzufolge feiert man es nur, wenn man auch gläubig ist. An diesem Tag werden keine großen Vorbereitungen getroffen und ein feierliches Festmahl findet auch nicht statt.

Ein Hochzeitsbrauch: „Brot und Salz“

Das ist ein alter Brauch: Ein frisch verheiratetes Paar wird mit Brot und Salz begrüßt. Der Mann und die Frau sollten von dem Brot kosten ohne dabei die Hände zu nutzen. Man hat geglaubt, wer das größte Stück „gebissen“ hat, wird der Familienoberhaupt sein.